#Kuckucksbähnel startet in die Saison

Die romantische Museumsbahn „Kuckucksbähnel“, die seit 1984 mit historischen Fahrzeugen den Hauptbahnhof Neustadt in einer gemütlichen 80minütigen Fahrt mit der 13 Kilometer entfernten Pfälzerwald-Gemeinde Elmstein verbindet, startet am 1. Mai in ihre 36. Saison – doch schon jetzt ist sie an vier der insgesamt 38 geplanten Fahrtage ausgebucht. Für die drei „Weinprobefahrten“ am 26. Juni, 4. Juli und 22. August und die Musikfahrt mit den „Anonymen Giddarischde“ am 26. September gibt es keine Tickets mehr – und auch für die „Mittsommernachtsfahrt“ am 19. Juli sind die Fahrkarten knapp geworden.

„Es gibt noch weitere Fahrten am 22., 23. („Dschungelexpress“) und 26. Juni („Dampfrock“) mit einem musikalischen Programm, die schon früh ausgebucht sein dürften,“ weiß Ralf Rudolph (57), der Chef des Neustadter Eisenbahnmuseums. Auch die acht Nikolausfahrten zwischen dem 3. und 13. Dezember kommen bei Touristen und Ausflüglern gut an – vor allem bei Familien mit Kindern, die sich auf den kleinen Weihnachtsmarkt in Elmstein freuen. Für sie beginnt der Vorverkauf am 1. August. Die acht Dezember-Touren trugen wesentlich dazu bei, dass auch im vergangenen Jahr nach Angaben von Rudolph insgesamt rund 27 000 Fahrgäste gezählt wurden.

Nach der Eröffnungsfahrt am 1. Mai (Start in Neustadt: 10,45 Uhr) folgen bis zum 8. Oktober weitere 20 „Regelfahrtage“ mit jeweils zwei Abfahrten in Neustadt um 10,45 Uhr und in Lambrecht um 14.32 Uhr. Zurück geht es ab Elmstein um 13,45 Uhr (Ankunft in Neustadt um 15 Uhr) und um 17,10 Uhr (Ankunft: 18.20 Uhr). Speziell für Wanderer ist der „Wanderexpress“ am 18. Juli vorgesehen. Haltestellen befinden sich unterwegs im Elmsteiner Tal in Frankeneck, Erfenstein, Breitenstein und Helmbach, wo am Abzweig zum Helmbachweiher bei allen Fahrten ein „Foto-Stopp“ in den Fahrplan eingebunden ist.

Das „Kuckucksbähnel“ ist seit seinem Start am 2. Juni 1984 zu einem touristischen „Renner“ geworden. Der Museumszug mit seinen 500 Plätzen wird in der Regel von einer alten historischen Dampflok durchs idyllische Elmsteiner Tal gezogen, wo vor allem die pittoreske und bewirtschaftete Burgruine Spangenberg das Fotomotiv Nr. 1 ist. Viele ortskundige Fahrgäste steigen unterwegs aus und wandern zu gastronomischen Zielen wie das nahe Forsthaus Breitenstein oder die „Wolfsschluchthütte“ des Pfälzerwald-Vereins (4 km) unterhalb von Esthal. Auch der Helmbachweiher (2 km) und das Naturfreundehaus „Kohlbachtal“ (6 km) sind von der Haltestelle aus lohnende Wanderziele.

Die Museumsbahn auf einer Strecke mit einer Länge von exakt 12,972 Kilometern wurde ab 1983 von einem Förderverein initiiert. Der Gleiskörper entlang des Speyerbachs stammt noch von der früheren Bahn, die am 21. Januar 1909 in Betrieb genommen wurde – mit einem Unfall: Als der Zug in Elmstein zu seiner Eröffnungstour startete, durchbrach er Tor und Wand des dortigen Lokschuppens, weil eine Weiche falsch gestellt war… Mehr als ein halbes Jahrhundert beförderte er bis zum 29. Mai 1960 Pendler aus dem Elmsteiner Tal zu ihrem Arbeitsort oder Wanderer auf dem Weg in den Wald – dann wurde der Personenverkehr eingestellt, die Bahn bis 1977 nur noch für Güterverkehr genutzt.
Heute ist die Ausflugsfahrt mit dem „Kuckucksbähnel“ ein verhältnismäßig preiswertes Vergnügen. Die Fahrt von Neustadt nach Elmstein und zurück kostet 16 Euro pro Person (Kinder: 8 Euro) – für Familien 25 Euro. Für die einfache Fahrt zahlt man 12 Euro pro Person (Kinder: 6 Euro).
Infos: Tel. 06321 – 303 90.